Friedmann Schulz von Thun: 4 Botschaften einer Nachricht oder Miteinander reden
F. Schulz von Thun greift das Konzept von P. Watzlawick auf, nach welchem Mitteilungen eine Sach- und eine Beziehungseben haben.
Er unterscheidet in seinem "4-Ohren-Modell" 4 Botschaften:
Sach-, Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appell-Botschaften, die zu einander in "double-bind" (G. Bateson) oder Disonanz stehen können und dann die Kommunikation stören.
Ein typisches Beispiel von F. Schulz von Thun ist etwa, dass ein Beifahrer im Auto vor einer Ampel zum Fahrer sagt: "Es ist grün!". Der Fahrer kann das dann sehr verschieden auffassen. Er kann es als sachliche Mitteilung verstehen, oder als Aufforderung, endlich loszufahren, oder als Hinweis auf mangelde Kompetenz usw.
Bei F. Schulz von Thun ist das "interpretierende System" von G. Bateson stärker in den Vordergrund gerückt als bei P. Watzlawik. Er argumentiert weniger mit Double bind, als damit, dass der Interpret die Interpretationsebene unglücklich wählen kann, also beispielsweise immer gleich beleidigt ist, wenn man ihm etwas sachlich mitteilen will. 



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